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Eine runde Sache: Das Dreieck der Bachtäler
--> Kesseling - Steinerberg - Ahrbrück - Kesseling


  • Weg: Vom Parkplatz im Ort Kesseling hinauf zum "Steinerberghaus", von dort durch das Auschbachtal wieder ins Tal nach Ahrbrück. Von dort parallel zum Kesselinger Bach zurück nach Kesseling --> Streckenkarte
  • Weglänge: ca. 11,5 km
  • Dauer: 3 h
  • Schwierigkeit: Leicht, allerdings mit einer langen Steigungen zu Beginn der Runde.
  • Bewertung: Schöne Wanderung durch Wälder und Bachtäler, bei der als Lohn für den langen Anstieg das tolle Panorama vom Steinerberg (und eine kühle Erfrischung im Steinerberghaus ;-)) wartet.
  • Informationen und Karten: Im Prinzip ist die Strecke mit den verschiedenen Nummerierungen gut zu finden. Einen Blick auf die Wanderkarte 1 : 25 000 Das Ahrtal, die Wanderkarte Nr. 9 des Eifelvereins, kann aber nicht schaden.

Abseits des Ahrtales gibt es sehr schön gelegene, einsame Täler, die den Besuch lohnen. Und mit etwas Glück begegnet dem Wanderer auch bei schönem Wetter drei Stunden lang niemand - zumindest in der Woche.

In dem kleinen Ort Kesseling gibt es zu Beginn rechts, wenn man von Ahrbrück kommt, einen Parkplatz, der direkt am Kesselinger Bach liegt. Dort parke ich das Auto und gehe los in Richtung Dorfmitte. An der Brücke finde ich dann auch leicht eine Anzahl von Wandermarkierungen in Form von verschiedenen Nummern. Geradeaus geht es weiter im Tal auf der Straße Richtung Staffel aus dem Dorf hinaus, rechts und links umrahmt von dicht bewaldeten Bergen, dessen Spitzen nach Karte etwa 300 Meter höher liegen als der Weg.

Etwa einen guten halben Kilometer hinter dem Ortsschild steht linker Hand an einem Haus eine Bude, in der eine Tischlerei Holzspielzeug ausstellt, das so sehr an Erzgebirgsschnitzkunst erinnert. Hier zweigt ein Weg von der schmalen Straße ab, den man nehmen sollte, wenn man diesem Tourenvorschlag folgen möchte. Etwa 150 Meter weiter folgt ein Zaun, an dem die Markierung 9 zu finden ist. Dieser Markierung folge ich nun für einige Zeit.

Es geht langsam aber stetig im Tal eines unbenannten Baches bergan. Der Bach ist umsäumt von Wiesen, doch gleich dahinter beginnt der Wald - schön, auch wenn jetzt im Spätsommer keine Wiesenblumen mehr zu finden sind und es deshalb vielleicht nicht so spektakulär anmuten mag, wie es das im Frühjahr ganz sicher tun wird.

Nach einer Zeit biegt der Weg links ab und wird steiler. Dann kommen auch noch umgestürzte Bäume, die sich quer über den Weg gelegt haben, dazu. Ein Sturm muss hier kürzlich gewütet haben. Es nutzt nichts, man muss hier vom Weg ab, den steilen Waldhang hinaufklettern und die aus dem Boden gerissenen Wurzeln umrunden, um an den Bäumen vorbei zu kommen. Bei Temperaturen um 28° C, die an diesem Septembertag herrschen, eine zusätzliche Anstrengung, die den Schweiß fließen lässt. Dafür entdecke ich Pilze, die ich zwar nicht pflücke, da ich keine Ahnung von Pilzen habe, die aber nett anzusehen sind.

Auch nachdem die Steigung mehr oder weniger geschafft ist, versperren immer wieder Bäume den Weg und es ist auch weiterhin mühsam, sich den Weg um die Bäume zu bahnen. Dafür hat man jetzt hin und wieder Gelegenheit durch die Bäume hindurch einen Blick ins Tal zu werfen. Das sind noch keine großen Ausblicke und mir fällt auf, dass ich bis hier her erst einmal zur Kamera gegriffen habe, nämlich als ich Bilder von den Pilzen gemacht habe. Da es aber eben nicht besonders viele Motive gibt, wenn der Weg die meiste Zeit durch Wald verläuft, bleibt der Speicherchip heute eben mehr oder weniger leer.

Dann verlasse ich den Wanderweg 9 und biege auf den Weg mit den Nummern 1 und 2. Es folgt eine erste große Kreuzung, dann eine zweite. An dieser zweiten Kreuzung folgt man dem Hinweisschild zum Steinerberghaus.

Das Steinerberghaus ist bewirtschaftet und wer möchte, der kann hier einkehren. Zuvor sollte der Wanderer aber das tolle Panorama genießen, mit dem er für den langen, mühsamen Anstieg belohnt wird. Denn von der 530 m hohen Erhebung kann man weit über die Höhen des Ahrtals blicken - wirklich schön!


Panorama vom Steinerberg

Wenn man sich am Ausblick satt gesehen hat, kann die Erfrischung im Steinerberghaus nicht schaden, vor allen Dingen dann, wenn die Sonne scheint und man draußen sitzen kann. So macht das Wandern Spaß!

Für den weiteren Weg sucht man sich den Wanderweg 2, der durch das Auschbachtal hinunter nach Ahrbrück führt. Dieser Teil des Gesamtweges ist vielleicht der schönste, da der Weg hier immer in der Nähe des Baches verläuft, der munter talwärts fließt. Je näher man auf Ahrbrück zuläuft, desto mehr öffnet sich das Tal und man blickt immer wieder auf grüne Bachauen.

Im Tal bei Ahrbrück angekommen wendet man sich auf der Straße nach rechts, um dann über eine Brücke und den Kesselinger Bach in ein Wohngebiet zu gelangen. Dies muss durchquert werden, immer der 2 folgend, bevor man am Ende wieder auf einen Wanderweg gelangt. Dieser führt nun parallel zum Kesselinger Bach in Richtung Kesseling und ist recht schön, sieht man einmal davon ab, dass auf der anderen Seite des Baches die Straße durch das Tal verläuft und dadurch störenden Autogeräusche herrüberschallen.

Der Weg endet direkt am Parkplatz. Im Ort gibt es Einkehrmöglichkeiten, die aber in der Woche am Nachmittag nicht geöffnet zu sein scheinen. Aber was macht das schon, wenn man die müden Füße in das kühle Nass des Baches strecken und so die Ruhe und den Frieden dieser abseits gelegenen Idylle im Sonnenschein genießen kann?



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