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Highlights in der Südeifel
--> Teufelsschlucht und Irreler Wasserfälle


  • Weg: Vom Parkplatz an den Irreler Wasserfällen zur Naturerkundungsstation Teufelsschlucht. Von dort am Felsenweiher bei Ernzen vorbei zur Falkenlay. Weiter zur Liboriuskapelle über Echternach. Ab hier wieder in Richtung Teufelsschlucht, die dann bei Erreichen natürlich durchquert wird. An den bizarren Sandsteinfelsen zurück zum Parkplatz --> Streckenkarte
  • Weglänge: ca. 17 km
  • Dauer: 4,5 h
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Bewertung: Interessante Wanderungen mit den Highlights Teufelsschlucht und Irreler Wasserfälle. Aber auch Felsenweiher und der Blick von der Liboriuskapelle auf Echternach sind sehenswert.
  • Informationen und Karten: Ein großes Lob der Mitarbeiterin der Touristik-Information in Irrel, Niederweiser Str. 31, 54666 Irrel (Siehe Internetauftritt Felsenland Südeifel). Freundlich und kompetent zeigte sie mir die Möglichkeiten auf, die es für eine Wanderung in und um Irrel bzw. die Teufelsschlucht und die Wasserfälle gibt. Die Wanderkarte Naturpark Südeifel Blatt 3 – Bollendorf, Irrel, Echternach 1:25.000 habe ich dann gerne dort gekauft.
    Die Naturerkundungsstation Teufelsschlucht (www.teufelsschlucht.de) lohnt einen Besuch, der auch ohne Wanderung sicher einen ganzen Tag dauern kann.
    Außerdem lohnt der Abstecher nach Luxemburg, zu dem aber das Auto mitgenommen werden sollte, das dort einen Liter Benzin ca. 10-15 ct billiger tankt.

Dieser Tourenvorschlag folgt im Wesentlichen der Roten Route des Deutsch-Luxemburgischen Felsenweges, allerdings in umgekehrter Richtung, um sich das Beste bis zum Schluss aufzuheben.

Vom Parkplatz sind es nur wenige Schritte über einen gepflasterten Weg bis zur überdachten Brücke über die Stromschnellen des Irreler Wasserfalls. Riesige glattgeschliffene Felsbrocken verengen an dieser Stelle dem Flüsschen Prüm den Weg. Das wiederum schlängelt sich zwischen den Felsen hindurch und rauscht einfach weiter, um sich bald darauf in Minden mit der Sauer zu vereinen.

Mit dem Überqueren der Brücke führt auf der anderen Uferseite ein Pfad den Berg hinauf, der teilweise mit Treppenstufen versehen, teilweise von knorrigen Wurzeln durchzogen ist. Den richtigen Weg zu finden ist an dieser Stelle nicht weiter schwierig, denn immer wieder zeigen Wegweiser in Richtung Teufelsschlucht oder zum Naturparkzentrum.

Als der breite Waldweg erreicht ist, folge ich der Beschilderung und steige weiter durch die Höhenlinien. Es folgen bald zwei Abzweige nach links, die Wegweiser zeigen immer noch den Weg zur Teufelsschlucht. Erst als die ersten Felsformationen zu sehen sind und das Schild links in die Teufelsschlucht weist, halte ich mich rechts und steige noch ein Stück den Berg hinauf. Oben angekommen biege ich links auf den geschotterten Fahrweg ein und folge nun den Hinweisen in Richtung Besucherzentrum.

Das Naturparkzentrum Teufelsschlucht bietet ein breites Angebot. Neben dem Gastronomiebetrieb “Teufels Küche“ gibt es verschiedenen Ausstellungen, das Haus der Jagd, eine Imkerei für interessierte Besucher, das Naturparkmuseum und einen Infoshop, in dem es ein reichhaltiges Angebot rund um das Naturparkzentrums, die Teufelsschlucht und die Irreler Wasserfälle gibt. Das Zentrum ist von Frühjahr bis Herbst täglich von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Ich durchquere das Gelände des Besucherzentrum in Richtung Besucherparkplätze, Ernzen und lasse mich nicht von den Hinweisschilder, die zur Teufelsschlucht weisen, verleiten. So komme ich am Eingang des Erdzeitparkes vorbei. Natürlich kann man auch hier einmal hineinschauen, mein Weg führt mich aber an den Parkplätzen vorbei bis zur Straße. Hier biege ich nach links ab und folgen der Ferschweiler Straße bis in den Ort Ernzen hinein. Vor der Kirche macht die Hauptstraße einen Schwenk nach links, doch ein Logo des Deutsch-Luxemburgischen Felsenweges weist hier den Weg über die Straße und vor dem Eingang der Kirche in die Flurstraße. Vor einem Gebäude biegt die Flurstraße nach rechts weg. Wegweiser zeigen hier zum Naturerlebniscamp und zum Felsenweiher.

Der Felsenweiher ist ein merkwürdiges Ding. Im Schutz von zerklüfteten Felsen und überschattet von Bäumen gibt es diesen kleinen Teich, der durch einen Zulauf am oberen Rand der Felsen gespeist zu werden scheint. Gleichzeitig gibt eine kleine Fontäne in der Mitte der Wasserfläche und betonierte Wege am Rand. In der ersten Etage gibt es dazu Balkone, die auf den Weiher hinabblicken. All das kann begangen werden. Auf einer Informationstafel am unteren Ende des Weihers steht dann zu lesen, das der Weiher und seine Anlage künstlicher Natur sind und vom Ernzener Pfarrer Philipp Meyer geplant und geschaffen worden ist. Zweck war es Mitte des 19. Jahrhunderts, den Ärmsten der Gemeinde eine Arbeit und Beschäftigung zu geben und sie somit gleichzeitig an die Gemeinde zu binden. Der als Karpfenteich vorgesehene Weiher brachte aber keinen wirtschaftlichen Erfolg und so blieb die skurile Anlage.

Nach dem Felsenweiher gibt es zwei Möglichkeit, links geht es auf einem Waldweg weiter, rechts führt die Straße, der ich noch ein kurzer Stück folge, zum Naturerlebniscamp. Erst dann biege ich in den Waldweg ein und folge nun dem Gutenbach auf seiner rechten Uferseite. Der Weg ist angenehm zu laufen und verläuft eine Zeit lang immer parallel zum Bach, der munter ins Tal sprudelt. Schließlich zweigt ein Weg rechts ab und entfernt sich vom Verlauf des Baches. Diesem Weg folge ich, denn er führt zu der interessanten Felsformation der Falkenlay , die ein wenig an einen Schweizer Käse erinnert.

Hier macht der Weg dann einen Richtungswechsel und der Eindruck, zurück in die Richtung zu gehen, aus der man gekommen ist, täuscht beim Blick auf die Karte nicht. Es geht nun bergab und eine viertel Stunde später ist der Gutenbach wieder erreicht. Eine steinerne Brücke spannt sich hier über den Bach und erleichtert das Erreichen der anderen Talseite. Dort gibt es einen Wegweiser, der in die verschiedenen Richtungen weist. Mein Weg führt nach rechts und sofort links den Berg hinauf zum nächsten Ziel, der Liborius-Kapelle. Hier ist nun das Wanderzeichen des Deutsch-Luxemburgischen Felsenweges in zwei Farben, gelb und orange, angezeigt.

Nach dem Anstieg geht es durch einen schönen Buchenwald. Es folgt ein schmaler Fußpfad auf dem die Bucheckern unter den Schuhen knistern und knacken. Nach knapp drei Stunden Wanderzeit stoße ich so erneut auf einen Bach, dem Fölkenbach, und folge diesem nun seinem Ursprung entgegen. Das Logo des Felsenweges ist nun wieder einfarbig orange. Wenig später kreuzt eine Brücke den Bach und ich sehe rechts schon eine Stiege den Berg hinauf.

Nach einigen Meter kann man sich dann entscheiden, ob man dem Weg folgen, oder doch lieber eine Rast im nahen Ernzerhof einlegen möchte. Dazu geht man, wenn die Wegweiser nach rechts zur Liborius-Kapelle weisen, dem hier angezeigten Weg geradeaus weiter. Vom Ernzerhof führt ein Weg direkt zur Liborius-Kapelle.

Mein Weg ohne die Einkehr führt bald zur Abwechslung durch Nadelwald, durch den die Einsiedelei und die Liborius-Kapelle bald erreicht ist. Von hier, wie auch schon kurz zuvor von der Klause, hat man einen sehr schönen Blick auf Echternach mit seiner Abtei und der Basilika.

Der Pfad führt nun weiter mit dem roten Logo des Felsenweges. An einer Schutzhütte überquere ich die Kreuzung geradeaus und laufe einige Zeit immer ein wenig unterhalb einem Absatz entlang. Nun sind auch der Willibrordusweg, Hauptwanderweg (5) des Eifelvereins, der von Echternach kommend dazugestossen ist, und verschiedene andere Wegzeichen Wegbegleiter.

Unterhalb eines Steinbruches stößt der Weg dann auf die Kreisstraße 20. Dieser muss man nun ca. 500 m bergan in Richtung Ernzen folgen, bis man an einen Parkplatz gelangt. Direkt zu Beginn des Parkplatzes befinden sich einige Picknicktische und -bänke, die man benutzen kann, um sich für das letzte Stück der Wanderung und den Höhepunkt, der Teufelsschlucht, noch ein wenig auszuruhen. An dieser Stelle führt der Wanderweg hinter die Leitplanken der Straße, den Berg hinab. Unterhalb von durchlöcherten und dadurch bizarr aussehenden Felsen aus Sandstein folge ich weiter dem Willibrordus- wie dem Felsenweg.

Nach einer weiteren guten halben Stunde ist dann der obere Eingang in die Teufelsschlucht erreicht. Ein Wegweiser zeigt in Richtung der Treppenstufen und in die tiefe, dunkle und feuchte Felsspalte. Insgesamt sind es 130 Stufen, die nun in die Tiefe führen. Dabei ist die Schlucht an der schmalsten Stelle kaum einen Meter breit und wechselt immer wieder die Richtung.

Am unteren Ende der Teufelsschlucht biege ich dann nach links ab. Am Fuße einer Felsenkette aus dem gleichen, löchrigen Sandstein wie schon zuvor verläuft der Weg nun abwechslungsreich in Richtung der Irreler Wasserfälle, die hier nun wieder ausgeschildert sind. Einen guten Kilometer später treffe ich wieder auf den Weg, den ich schon vom Hinweg kenne, und folge ihm zurück zu den Wasserfällen und den Parkplatz an der Landstraße 4.



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